Deniz Eroglu

1981

Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung 2019/2020:
Georgien, Kasachstan, Usbekistan u.a.

Eroglu, Sohn einer Dänin und eines türkischst.mmigen Dänen, beendete sein Kunststudium nach seinem Abschluss an der Fünen-Kunstakademie in Odense als Meisterschüler in der Filmklasse von Douglas Gordon an der Frankfurter Städelschule.

Alltagsbeobachtungen, auch die Auseinandersetzung mit seinen kulturellen Wurzeln, dienen dem Künstler als Anknüpfungspunkte für die Entwicklung seines Werks in den Medien Film, Video, Skulptur und Rauminstallation. Er vermischt die Bildästhetiken des Dokumentarfilms, experimenteller Videofilme und üblicher Fernseh- und Spielfilmformate. Merkmale seiner Arbeit sind Totalaufnahmen von Menschen in ihrer gewohnten Umgebung, wenige Schauplatzwechsel und eine reduzierte Handlung.

Auf seiner Reise durch mehrere zentralasiatische Länder folgte Deniz Eroglu den Spuren des früheren Osmanischen Reichs und beobachtete den gegenwärtigen Einfluss der Türkei in der Region. Eroglu schlüpft in die Rolle des teilnehmenden Beobachters, der seine Bilder aus äußeren Eindrücken, innerer Gestimmtheit und der Aufzeichnung zufälliger Begebenheiten zusammensetzt. Fokussiert auf wenige Momente und Individuen, gelingt ihm ein seismografisches Erfassen gesellschaftspolitischer Zustände und globaler Phänomene, etwa von Migration, Entfremdung und kultureller Identitätsbildung.

Das auf seinen Reisen gesammelte Bildmaterial verwendet Eroglu für sein neues Filmprojekt The Shipwrecked Triptych.

Deniz Eroglu im maecenas-Interview
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