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frühling 2011

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

voll gepackt mit Neuigkeiten begrüßen wir Sie zur ersten maecenas-Ausgabe Anno 2011. Es ist ein Hasenjahr und es möge ein gesundes, friedvolles und glückliches werden! Wir haben wieder ein paar bemerkenswerte Förderprojekte für Sie ins Fenster gelegt und zwei unserer gegenwärtigen Stipendiaten gebeten, von ihren Exkursionen in die Welt zu berichten. Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie!

Die Zukunft im Blick möchten wir zudem die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Künstlerprogrammes annoncieren, das mit dem 10. Turnus der Stipendienvergabe für die Jahre 2011/12 nunmehr seit 20 Jahren besteht. Durchaus ein Grund zum Feiern, wie wir finden. Sechs Atelier- und acht Reisestipendien wurden diesmal vergeben, anstelle der Aufenthaltsstipendien für den Standort Rotterdam wurden zwei weitere Reiseprojekte gewährt: Jeweils für ein Jahr werden die Künstler Jakob Emdal (*1982) und Andreas Diefenbach (*1973) im stiftungseigenen Pariser Atelier arbeiten. Während Diefenbach in Bild- und Objektcollagen die Modewelt kritisch betrachtet, erforscht Emdal Labels aus dem Kunstbereich in neuen Kontexten. Atelierstipendien für London erhielten der aus Friedberg stammende Carsten Tabel (*1978) mit installativen Arbeiten und Maria Argentato (*1977), die sich mit der Skulptur der Pop Art und des Minimalismus auseinandersetzen wird. Gerhard Lang (*1963) und Shane Munro (*1978) wurden für je einen Aufenthalt in New York ausgewählt. In Munros Arbeiten überlagern sich künstlerische, ku-ratorische und politische Strategien zu neuen Formen künst-lerischer Produktion. Gerhard Lang verfolgt Wolken in einer romantischen Form der Land Art.

Die acht Reisestipendien gingen an folgende Künstlerinnen und Künstler: Jan Lotter (*1977) ist binationaler Herkunft, er wird sich mit Kulturtechniken in Deutschland und Kolumbien beschäftigen. Über die Beziehungen der Militärdiktatur Äthiopiens und der DDR in den 1970er bis 1990er Jahren wird die in Hanau geborene und in Berlin lebende Künstlerin Michaela Meise (*1976) recherchieren. Sarah Ortmeyer (*1980) reist nach New York und Reykjavik, um mittels der Fotografie die Geschichte des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer zu erkunden. Ebenfalls in den USA werden Nadine Fraczkowski (*1977) und Katja Pratschke (*1967) mit einem fotodokumentarischen Projekt zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und einer Filmerzählung auf literarischer Grundlage arbeiten. Unterschiedliche künstlerische Perspektiven haben Martin Neumaier (*1970) und Hendrik Zimmer (*1973) auf das gleiche Reiseziel Papua-Neuguinea. Katharina Stöver (*1982) und Barbara Wolff (*1980) schließlich, Städelschulabsolventinnen und Begründerinnen des inzwischen in London ansässigen Ausstellungsprojektes Peles Empire, werden in Rumänien einen weiteren Kommunikationsraum für Künstler aus Ost- und Westeuropa einrichten.

Mit besten Wünschen grüßt Sie

Eva Claudia Scholtz
Geschäftsführerin

retrospective

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