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herbst 2009

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

zum Saisonstart nach der Sommerpause haben wir ein dickes Paket an Informationen und Ausstellungshinweisen zusammengestellt, das Sie aber natürlich nicht abschrecken sollte: Sie -haben bis in den späten Herbst Zeit, es Schritt für Schritt durchzuarbeiten.

Da wäre zunächst, leicht und immer frisch, die wunderbare Sammlung an Werther-Porzellan der Städtischen Museen Wetzlar aus dem Goethe-Umfeld. Das Stadt- und Industriemuseum legt eine ausführliche Publikation aller bekannten Stücke dieser speziellen literarischen Motive vor, die begleitende Ausstellung ist noch bis zu 27. September zu sehen.

In Frankfurt starten im September und Oktober Ausstellungen zu zwei außerordentlich einflussreichen Institutionen des 20. Jahrhunderts: Das Jüdische Museum betrachtet die frühe Geschichte der Frankfurter Schule und des Instituts für Sozialforschung aus dem jüdischen Erfahrungshorizont seiner Protagonisten. Ebenfalls in den 1920er Jahren wurde das Bauhaus gegründet, das bis in die Gegenwart stilbildend im Produkt- und Industriedesign wirkt. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt zu seinem Jubiläum eine Retrospektive des Bauhaus-Lehrers László Moholy-Nagy.

Auch in der Künstlerförderung tragen die kontinuierlichen Ak-ti-vitäten der Hessischen Kulturstiftung üppige Früchte: Wir möchten in dieser Hinsicht Ihre Aufmerksamkeit zunächst auf das Interview mit Sascha Pohle lenken. Der Video- und Installationskünstler beschäftigt sich mit dem weit reichenden Thema Original und Kopie – aber lesen und sehen Sie selbst.

Auch viele andere unserer Stipendiaten sind inzwischen sehr erfolgreich am Kunstmarkt etabliert. Gleich vier sind derzeit auf der 53. Biennale in Venedig vertreten: Att Pomtangon (aktuell Atelierstipendiat New York), Tobias Rehberger (Reisestipendium 1993 / 94), Tomas Saraceno (Atelierstipendium Rotterdam 2003) und Hague Yang (Atelierstipendium Paris 2002). Die aus Korea stammende Künstlerin bespielt den Pavillon ihres Herkunftslandes, während Prof. Tobias Rehberger, Prorektor an der Frankfurter Städelschule, für die Gestaltung der Biennale-Cafeteria einen Goldenen Löwen erhielt. Falls Sie also noch nicht in Venedig waren, empfehlen wir Ihnen einen Besuch – auch im Herbst noch angenehm, bis 22. November.

Zu guter Letzt geben wir gerne noch eine Information des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) weiter: Zum zehnten Mal wird in diesem Jahr der Maria Sibylla Merian-Preis für hessische Künstlerinnen ausgeschrieben. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis richtet sich an in Hessen geborene oder hier arbeitende Künstlerinnen, „die durch die künstlerische Qualität ihrer Werke überzeugen und einen besonderen Beitrag zur Entwicklung von Kunst und Kultur leisten.“ Eigenbewerbungen und Vorschläge sind noch bis zum 25. Oktober 2009 möglich. Nähere Informationen erhalten Sie bei der Pressestelle des HMWK.

Es grüßt Sie herzlich
Claudia Scholtz
Geschäftsführerin

retrospective

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