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winter 2014

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

alle Jahre wieder ist das vierte Quartal die Zeit der Bilanzen und Haushaltsabschlüsse. Jenseits stimmiger Zahlenwerke umfassen für uns als eine Kultur fördernde öffentliche Institution Bilanzierungen immer auch die Frage nach den Effekten. Die Evaluation von Fördermaßnahmen und die Prüfung auf nachhaltige Verwendung von Fördermitteln sind selbstverständlich gesellschaftliche Verpflichtung, deren Erhebung allerdings erfordert langfristige Beobachtungen: Wie etwa entwickelt sich eine museale Sammlung, für die der Ankauf eines Objektes mitfinanziert wurde, weiter? Oder: Inwieweit hat ein gewährtes Stipendium Einfluss genommen auf die berufliche Karriere einer Künstlerin? Quantifizierbare Kriterien hierfür sind mit einem Marktwert beispielsweise nicht hinreichend benannt, projektive Annahmen in die Zukunft, die bei der Auswahl von Förderungen getroffen werden müssen, sind in diesem Zusammenhang ergebnisoffen, Gelingen und das Risiko des Scheiterns inbegriffen.

Nicht nur zur Weihnachtszeit stellen wir daher unter anderem in unserem Newsletter die sorgfältig ausgewählten Ankaufs-, Ausstellungs- und Publikationsförderungen vor, von deren Qualität Sie sich selbst überzeugen können. Gleiches gilt für die Arbeit unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten, die regelmäßig Auskunft geben über den Prozess ihres künstlerischen Schaffens, während ihres Stiftungsstipendiums und über ihre darüber hinaus gehenden weiteren Aktivitäten.

Mit der vorliegenden Ausgabe möchten wir Sie gerne einführen in die Ausstellungsprojekte des Frankfurter Liebieghauses und des Jüdischen Museums Frankfurt, die beide mit ausgesprochen bemerkenswerten Ergebnissen langjährige interdisziplinäre Forschungen vorstellen. Auch die im September auf den Markt gekommene Neuedition der Sakralbauten Martin Elsaessers schließt eine Lücke in der Architekturgeschichte. Mit den spannungsreichen Positionen zweier Bildhauerinnen im Marburger Kunstverein und der Präsentation unserer Stipendiatin Katja Eydel, die derzeit im Londoner Atelier zu Gast ist, stehen zeitgenössische künstlerische Reflexionen zur Diskussion.

Wir wünschen Ihnen bereichernde Erfahrungen und eine gute Winterzeit!

Ihre
Claudia Scholtz
Geschäftsführerin

retrospective

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