© Murat Adash
Murat Adash To the Extent (Live Performance, 30 Min., Alt Art Space, Istanbul, Oktober 2016) ©
© Murat Adash
Murat Adash To the Extent (Live Performance, 30 Min., Alt Art Space, Istanbul, Oktober 2016) ©

Murat Adash

Geboren 1985

Atelierstipendium der Hessischen Kulturstiftung 2015/2016:
Istanbul

Der in Hanau geborene Künstler Murat Adash arbeitet auf der Grundlage von Performance Art mit choreografischen Interventionen in Verbindung mit Installation, Fotografie, Video, Text und Sound. Seine Untersuchungen zu Kör­per, Raum/Architektur und Identität entwickelt er orts- und situations­bezogen zumeist für Performances im öffentlichen Raum. Im Sommer 2016 bezog Murat Adash das Atelier Istanbul. Während seines einjährigen Stipendienaufenthaltes sind verschiedene Performances und kuratorische Arbeiten entstanden, unter anderem To the Extent (Live Performance, 30 Min., Alt Art Space, Oktober 2016) und Face Time (Live Performance, 30 Min., Galerie Art On Istanbul, Oktober 2016), die beide in Istanbul konzipiert, ausgearbeitet und vorgestellt wurden. Beide Arbeiten fanden in institutionellen Innenräumen statt, bezogen sich aber stark auf das Außenleben der Stadt: „Mich interessiert weniger die Auseinandersetzung mit direkter politischer Tagespolitik und deren Formulierungen als vielmehr ihr subtiler Niederschlag in den Formen, in denen Menschen, an ihren jeweiligen Orten, diese im Zusammenspiel mit öffentlichem Raum und leiblicher Bewegung und Kommunikation untereinander verhandeln.“ (M. Adash, 2017)

Darüber hinaus hat Murat Adash mit eigenen Choreografien am Outline Festival in Moskau (Juni 2016) und der Manifesta Biennale in Zürich mit der Live-Performance Industrial Intimacy (50 Min., September 2016) teilgenommen. Für das Ausstellungs- und Publikationsprojekt The New Normal (gemeinsam mit Hiba Farhat) wurden rund 200 internationale Künstler, Kritiker, Choreografen, Kuratoren, Wis­senschaftler etc. eingeladen, auf einer DIN A4-Seite die aktuelle glo­bale neue Realität zu reflektieren. Mit den eingereichten Beiträgen fanden Ausstellungen statt, im März bei The Hangar (UMAM D&R) in Beirut/Libanon und weitere bei Supa Salon und SALT in Istanbul im Mai 2017. Eine Publikation dazu ist in Vorbereitung.

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