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Karl Orton

Geboren 1974

studio scholarship der Hessischen Kulturstiftung 2009/2010:
Rotterdam

In seinen konzeptuellen Arbeiten verknüpft Karl Orton unterschiedlichste gesellschaftliche und ästhetische Referenzen in einem Netz, das von der Fußball- und Kinokultur, der Mode und dem Design bis hin zu Darstellungen homosexueller Muslime reicht. Mit minimalen Gesten ausgestattete raumgreifende Installationen gehören ebenso dazu wie Kuratorien und Gemeinschaftsarbeiten mit anderen Künstlern und Ausstellungsmachern.

Während seines Aufenthaltes im Atelier Rotterdam hat sich der in Frankfurt lebende britische Künstler vor allem mit der vielfältigen und sich kontinuierlich transformierenden Architektur und deren Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung der Stadt beschäftigt. Dazu ist unter anderem der Videofilm Those wild days were dogs entstanden, der 2010 auf der International Art Fair of the Netherlands Rotterdam gezeigt wurde. In einem weiteren großen Projekt, aus dem ebenfalls ein Video entstand, recherchierte Orton in Rotterdam die Cosmos Bar, eine der ältesten Bars für Homosexuelle. Das Cosmos eröffnete 1937 in Westzeedijk, einem bei Seeleuten beliebten Stadtviertel; es existiert heute noch und ist Treffpunkt für viele gerade ältere Stammgäste, deren Erfahrungen und Erinnerungen Orton in Interviewporträts festhielt.

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