The beating of the dragon-flies’ wings, the strokes of the water-spiders’ legs, a fish slid along beneath his eyes and he heard the rush of its body parting the water. Aus dem Owl Creek Bridge Projekt, Katja Pratschke und Gusztáv Hámos, 2012 © Katja Pratschke
Katja Pratschke: Aus dem Owl Creek Bridge Projekt, 2012 ©

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Katja Pratschke

Geboren 1967

travel scholarship der Hessischen Kulturstiftung 2011/2012:
Amerikanische Südstaaten

Katja Pratschkes künstlerische Praxis umfasst sowohl Fotografie, Film und Video als auch Installation. Sie studierte Romanistik und Germanistik an der FU Berlin, dann Regie an der Filmhochschule PWSFTViT, Łódz, und Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Für ihre Diplomarbeit Fremdkörper/Transposed Bodies, eine medienübergreifende Produktion aus Film, Buch und Installation, erhielt sie 2002 u.a. den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. In enger Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Gusztáv Hámos ist Pratschke auch kuratorisch und publizistisch tätig. 2010 erschien ihre Publikation Viva Fotofilm – bewegt/unbewegt zu Theorie und Praxis des Fotofilms.

Mit dem Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung bereiste Katja Pratschke die Originalschauplätze einer Kurzgeschichte des amerikanischen Schriftstellers Ambroce G. Bierce (1842–1914): Die Erzählung An Occurance at Owl Creek Bridge spielt während des amerikanischen Bürgerkriegs in den Südstaaten und handelt von dem Plantagenbesitzer Peyton Farquhar, der, beim Versuch eine Eisenbahnbrücke niederzubrennen, den Nordstaaten-Unions in die Falle geht und auf der Brücke gehängt wird. Bierce beschreibt diese Geschichte in verschiedenen Zeitintervallen, erzählte Zeit und Erzählzeit stimmen darin nicht überein. Pratschke und Hámos haben die Details und Orte der Erzählung in Tennessee, Mississippi, Alabama und Georgia recherchiert und in einem Notationsverfahren fotografisch dokumentiert, so dass sich daraus jeweils ein 360°-Panorama ergibt. Auf ihrer Reise entstanden so 36 Panoramen, die die narrative Struktur der Bierceschen Erzählung rekonstruieren. Dieses Material bildet den Ausgangspunkt für eine weitere Bearbeitung in verschiedenen medialen Formen, in den Zwischenräumen des Kinos.

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