Brückenstipendien im Kulturpaket II – Bewerbungsphase beendet:

Perspektiven öffnen – Vielfalt sichern

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

die Bewerbungsphase für das Brückenstipendium ist beendet. Wir freuen uns, dass über 3000 Bewerbungen für Brückenstipendien bei uns eingegangen sind. Wir befinden uns immer noch in der Prüfungsphase und bitten Sie daher um etwas Geduld. Sobald Ihr Antrag in Bearbeitung ist, werden Sie per E-Mail benachrichtigt, auch falls noch Unterlagen oder Informationen nachzureichen sind. Von Anrufen und E-Mails, die den Bearbeitungsstand Ihres Antrags betreffen, bitten wir Sie deshalb abzusehen.

Digitales Schaufenster: Augenblick Kultur ist online!
Auf Augenblick Kultur stellt die Hessische Kulturstiftung eine erste repräsentative Auswahl von Arbeiten aus, die aus knapp 8000 Stipendien schon entstanden oder noch in der Planung sind. Neben Bildern, Kurztexten, Video- und Tonaufnahmen kommen auch zahlreiche hessische Künstler*innen in Kurzinterviews zu Wort. Sie sprechen über ihre Arbeit, ihre Inspiration und ihren persönlichen Zugang zur Kunst. Die Zahl der gezeigten künstlerischen Positionen soll kontinuierlich anwachsen. Zusätzlich ist Augenblick Kultur auch auf Instagram und Facebook zu finden. Besuchen Sie uns auf Augenblick Kultur!

editorial

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

die Schwalbe ist ein ambivalenter Sommerbote. Das äsopische Sprichwort warnt uns davor, einzelnen Schwalben zu trauen … Und trotzdem deuten wir gern – dem Auguren gleich – einen einsamen Schwalbenschwanz als Boten des Sommers. Voller Vorfreude lesen wir den schönen, schrillen Schwung am Himmel und wissen: Der Sommer muss kommen. Und der Sommer kommt – auch in diesem Jahr.

Und auch vor 100 Jahren, im Jahr 1921, sollte der Sommer kommen. Allerdings waren Mai und Juni, die Monate, in denen Per­sönlichkeiten mit so unterschiedlichen Lebensläufen wie Sophie Scholl, Joseph Beuys und der kürzlich verstorbene Prinz Philipp geboren wurden, vom Wetter her eher durchwachsen. Während das englische Königshaus fast 100 Jahre später den Tod von Prinz Philipp betrauert, gedenkt Deutschland der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus Sophie Scholl und beleuchtet mit zahlreichen Sonderausstellungen und Veranstaltungen das Werk des Krefelder Sozialutopisten Joseph Beuys.

Beuys ist in jedem Fall ein inspirierender Bezugspunkt für seine frühere Schülerin und Mitarbeiterin Shelley Sacks, die anhand seines Konzepts der Sozialen Plastik eine eigenständige künstlerische Praxis entwickelt hat: Jeder Mensch soll sein Handlungspotenzial mithilfe der eigenen Vorstellungskraft entwickeln.

Im Jahr 1921 ist das deutsche Kaiserreich seit fast drei Jahren Geschichte. Doch seit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 hat das Wilhelminische Zeitalter, dessen Namenspatron Kaiser Wilhelm II. eng mit dem britischen Königshaus verwandt war, zahlreiche verschiedene Deutungen durchlaufen, die eine wissenschaftliche Tagung und die dazugehörige Publikation kritisch erörtern.

1921 experimentiert Marcel Breuer am Bauhaus mit seinen ersten avantgardistischen Möbelentwürfen aus Holz. Der Architekt, der in Deutschland vor allem als Designer von Stahlrohrmöbeln bekannt ist, hat in Wiesbaden sein einziges Wohnhaus in Deutschland gebaut, und das gleich doppelt. Eine neue Publikation widmet sich hauptsächlich dem Nachkriegsbau Haus Harnischmacher II.

Wie aus einer anderen Welt wirken im Zeitalter der Fotografie, des Films und der neuen Medien die Objekte in der Ausstellung Klein. Intim. Kostbar. Porträtminiaturen europäischer Herrscherhäuser im Museum Schloss Fasanerie bei Fulda. Dort sehen wir in den faszinierenden kleinen Porträts bildhafte Zeichen, die als Versicherungen der wechselseiteigen Liebe oder politischer Loyalität gehandhabt wurden. Die Kulturgeschichte und Schönheit dieser kaum mehr bekannten Form der Porträtkunst ist, wenn die gegebenen Umstände es zulassen, einen Ausstellungsbesuch wert.

Heute, im Jahr 2021, berichtet unsere Stipendiatin Giulietta Ockenfuß im Interview mit der Kuratorin und Kritikerin Ania
Czerlitzki­ von ihrer gemeinsamen Arbeit mit der Filmemacherin Catherina Cramer in Mexiko.

Anregende Lektüre und einen wunderbaren Sommer
wünscht Ihnen

Eva Claudia Scholtz
Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung

ausstellungen

18. 11. 2021 – 
24. 10. 2021
Antonia Hirsch und andere, Back to future, Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main
19. 06. 2021 – 
21. 11. 2021
Zuzanna Czebatul, The Happy Deppy Ecstasy Institute, Kunstpalais Erlangen, Marktplatz 1, 91054 Erlangen
02. 06. 2021 – 
01. 08. 2021
Lea Letzel und andere, we can be heroes: eine oper in 8 räumen, Basis, Gutleutstraße 8–12, 60329 Frankfurt am Main
01. 06. 2021 – 
05. 09. 2021
Max Brück und andere, And This is Us 2021 – Junge Kunst aus Frankfurt, Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main
29. 05. 2021 – 
05. 09. 2021
Grace Schwindt und andere, Breaking the Mold: Sculpture by women since 1945, Yorkshire Sculpture Park, West Bretton, WF4 4LG Wakefield
19. 05. 2021 – 
21. 08. 2021
Mario Pfeifer und andere, Zeitumstellung: Werke aus dem Kunstarchiv Beeskow im Dialog mit zeitgenössischen Positionen, Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin
02. 05. 2021 – 
29. 08. 2021
Zuzanna Czebatul, Mario Pfeifer und andere, Der Katalysator: Joseph Beuys und Demokratie heute, Museum Morsbroich, Gustav-Heinemann-Straße 80, 51377 Leverkusen
01. 04. 2021 – 
21. 09. 2021
Haegue Yang, Strange Attractors, Tate St Ives, Porthmeor Beach, St Ives, Cornwall TR26 1TG

Magazin maecenas

Im vierteljährlich erscheinenden Magazin maecenas berichtet die Hessische Kulturstiftung über aktuelle Förderungen: Hier finden Sie Informationen über laufende Ausstellungen, die jüngsten Erwerbungen und Neuerscheinungen ebenso wie Arbeitspräsentationen von Künstlern aus dem Stipendienprogramm. Immer mit dabei ist auch ein Überblick über Aktivitäten ehemaliger und aktueller Stipendiatinnen und Stipendiaten.









    *Pflichtfelder

    Ich bin damit einverstanden, dass mir die Hessische Kulturstiftung das vierteljährlich erscheinende Magazin maecenas kostenlos per Post zusendet und hierzu meine Daten elektronisch verarbeitet. Meine Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck genutzt. Insbesondere erfolgt keine Weitergabe an unberechtigte Dritte.

    Mir ist bekannt, dass ich meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. Dies kann ich über folgende Kanäle tun: per E-Mail an: info@hkst.de oder postalisch an: Hessische Kulturstiftung, Luisenstraße 3 (Hinterhaus), 65185 Wiesbaden. Es gilt die Datenschutzerklärung der Hessischen Kulturstiftung, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung meiner Daten beinhaltet.





    Die Hessische Kulturstiftung begrüßt die Stipendiaten des Turnus 2019/20. 
    Die Hessische Kulturstiftung hat an vierzehn Künstlerinnen und Künstler Stipendien für freie Reisevorhaben und einjährige Aufenthalte in den stiftungseigen Atelier in London, New York und Paris vergeben.

    stehend: Deniz Eroglu (Reisestipendium Georgien, Kasachstan, Usbekistan u.a.), Jan Schmidt (Reisestipendium Montevideo), Charlotte Malcolm-Smith (Atelierstipendium London), Julian Irlinger (Culver City, Kalifornien), Christin Berg (Atelierstipendium Paris), Marcello Spada (Reisestipendium Afrika, Indonesien, Niederlande u.a.), Bianca Baldi (Reisestipendium Marseille, Addis Abeba), Stefan Cantante (Atelierstipendium London), hockend: Giulietta Ockenfuß (Reisestipendium Mexiko), Zuzanna Czebatul (Reisestipendium New York), Raul Walch (Reisestipendium Namibia), Julia Haller (Atelierstipendium New York) / [Auf dem Foto fehlen: Felix Breidenbach (Atelierstipendium New York) und Elif Erkan (Atelierstipendium Paris)]