editorial Sommer 2019

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

manche Fragen sind nicht so leicht zu beantworten, wie sie gestellt werden; und die Konsequenzen, die eine Antwort mit sich bringt, wiegen angelegentlich schwer, wie beispielsweise ein Jawort im Wonnemonat Mai. Die Frage nach dem, was wir als Individuen wollen, stellt sich nicht nur am Hochzeitstag.

Die Antworten auf grundlegende Fragen, wie wir unsere Gesellschaft gestalten wollen, werden von einer Vielzahl an Parametern bestimmt. Das zeigen unsere Projekte in dieser Ausgabe, die sich politisch positionieren, architektonische und ästhetische Gesellschaftsentwürfe verbildlichen oder auf unsere Abhängigkeiten und Verantwortungen verweisen. Damit wir bewusste Entscheidungen fällen können, benötigen wir die kritische Reflexion, die Brüche, die Sinnlichkeit – und auch die Erkenntnisse, die beispielsweise Kunst als Labor uns anbieten kann.

Zwischen Entscheidungsfreude und Verantwortung – auch die Stiftung kennt diese Prozesse bei der Auswahl ihrer Themen. Heute freuen wir uns, Ihnen den frischgedruckten Katalog zum deutschen Pavillon der Biennale, dem Ankersentrum, als Handbuch für kritisches Denken vorzustellen.

Die ökonomische Nische auf Zeit, die sich die junge amerikanische Künstlerin Dawn Kasper mit ihrem nomadic studio im Frankfurter Portikus geschaffen hat, lenkt den Blick auf die Abhängigkeiten von Kreativität und künstlerischer Produktion.

Eines der großen Jubiläen dieses Jahres gilt dem Bauhaus. In der Neuen Galerie in Kassel wird die berühmteste deutsche Kunst- und Designschule als Referenz und Gegenpol zum Weltausstellungsformat documenta untersucht. Sollten die Frühlingsgefühle bisher auf sich warten lassen, dann möchten wir Ihnen gleich einen Besuch im dortigen Schloss Wilhelmshöhe nahelegen: Dort wurde eine mehr als 350 Jahre alte Liebe in Rembrandt van Rijns Porträt seiner Frau Saskia, einem Sternstück der Sammlung, in einem kulturhistorischen Kontext von Liebe- und Ehesymbolik untersucht und anschaulich präsentiert.

Und zum Schluss: Maja Wirkus berichtet im Interview von ihren Recherchen in europäischen und amerikanischen Archiven zur architektonischen Moderne in Polen.

Gute Entscheidungen angesichts der großen Fülle dieses
Sommers wünscht Ihnen

Ihre
Eva Claudia Scholtz
Geschäftsführerin

ausstellungen

16. 05. 2019 – 
28. 07. 2019
Yngve Holen, Heinzerling, Kunsthall Stavanger, Madlaveien 33, Stavanger Norwegen  
11. 05. 2019 – 
24. 11. 2019
Maria Loboda, Tomás Saraceno und andere, 58. Venedig Biennale: May You Live in Interesting Times, Arsenale / Giardini della Biennale, Venedig
06. 04. 2019 – 
06. 10. 2019
Silke Wagner, Migration und Pflanze, Kunstverein Heilbronn, Allee 28, Heilbronn
24. 03. 2019 – 
29. 09. 2019
Pia Linz und andere, Now is the Time, Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, Wolfsburg

Magazin maecenas

Im vierteljährlich erscheinenden Magazin maecenas berichtet die Hessische Kulturstiftung über aktuelle Förderungen: Hier finden Sie Informationen über laufende Ausstellungen, die jüngsten Erwerbungen und Neuerscheinungen ebenso wie Arbeitspräsentationen von Künstlern aus dem Stipendienprogramm. Immer mit dabei ist auch ein Überblick über Aktivitäten ehemaliger und aktueller Stipendiatinnen und Stipendiaten.









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Mir ist bekannt, dass ich meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. Dies kann ich über folgende Kanäle tun: per E-Mail an: info@hkst.de oder postalisch an: Hessische Kulturstiftung, Luisenstraße 3 (Hinterhaus), 65185 Wiesbaden. Es gilt die Datenschutzerklärung der Hessischen Kulturstiftung, die auch weitere Informationen über Möglichkeiten zur Berichtigung, Löschung und Sperrung meiner Daten beinhaltet.





Die Hessische Kulturstiftung begrüßt die Stipendiaten des Turnus 2019/20. 
Die Hessische Kulturstiftung hat an vierzehn Künstlerinnen und Künstler Stipendien für freie Reisevorhaben und einjährige Aufenthalte in den stiftungseigen Atelier in London, New York und Paris vergeben.

stehend: Deniz Eroglu (Reisestipendium Georgien, Kasachstan, Usbekistan u.a.), Jan Schmidt (Reisestipendium Montevideo), Charlotte Malcolm-Smith (Atelierstipendium London), Julian Irlinger (Culver City, Kalifornien), Christin Berg (Atelierstipendium Paris), Marcello Spada (Reisestipendium Afrika, Indonesien, Niederlande u.a.), Bianca Baldi (Reisestipendium Marseille, Addis Abeba), Stefan Cantante (Atelierstipendium London), hockend: Giulietta Ockenfuß (Reisestipendium Mexiko), Zuzanna Czebatul (Reisestipendium New York), Raul Walch (Reisestipendium Namibia), Julia Haller (Atelierstipendium New York) / [Auf dem Foto fehlen: Felix Breidenbach (Atelierstipendium New York) und Elif Erkan (Atelierstipendium Paris)]