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Brückenstipendien im Kulturpaket II – Bewerbungsphase startet:

Perspektiven öffnen – Vielfalt sichern

Liebe Künstlerinnen und Künstler,

wegen des erhöhten Antragsaufkommen kann es zu Verzögerungen bei den Bearbeitungszeiten kommen. Wir bitten Sie daher um etwas Geduld. Sobald Ihr Antrag in Bearbeitung ist, werden Sie per E-Mail benachrichtigt, auch falls noch Unterlagen oder Informationen nachzureichen sind. Von Anrufen und E-Mails, die den Bearbeitungsstand Ihres Antrags betreffen, bitten wir Sie deshalb abzusehen.

Hessen legt für Künstlerinnen und Künstler, Spielstätten und Kultureinrichtungen aus Hessen ein weiteres Unterstützungspaket auf, das die Belastungen durch die Corona-Pandemie abfedern und kulturelle Arbeit ermöglichen soll. Insgesamt 30 Millionen Euro stehen zur Verfügung. Damit werden Brückenstipendien für Künstlerinnen und Künstler gefördert, Liquiditätshilfen für Kultureinrichtungen und Spielstätten finanziert sowie Beratungsangebote der Kulturverbände eingerichtet und ein Programm für Open-Air-Kultur in den Sommermonaten angestoßen.

Brückenstipendien für Künstlerinnen und Künstler
Die Hessische Kulturstiftung wird die neu konzipierten Brückenstipendien vergeben, um Kulturschaffenden aller Sparten eine finanzielle Brücke in die Zeit nach der Pandemie zu bauen. Weiterführende Informationen zur Antragstellung finden Sie auf der Seite Brückenstipendien.

Liquiditätshilfen und Open-Air-Kultur
Zu den Hilfen für Kultureinrichtungen, Beratungsstellen und Open-Air-Programme informieren Sie sich bitte auf der Webseite des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

editorial

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

die Schwalbe ist ein ambivalenter Sommerbote. Das äsopische Sprichwort warnt uns davor, einzelnen Schwalben zu trauen … Und trotzdem deuten wir gern – dem Auguren gleich – einen einsamen Schwalbenschwanz als Boten des Sommers. Voller Vorfreude lesen wir den schönen, schrillen Schwung am Himmel und wissen: Der Sommer muss kommen. Und der Sommer kommt – auch in diesem Jahr.

Und auch vor 100 Jahren, im Jahr 1921, sollte der Sommer kommen. Allerdings waren Mai und Juni, die Monate, in denen Per­sönlichkeiten mit so unterschiedlichen Lebensläufen wie Sophie Scholl, Joseph Beuys und der kürzlich verstorbene Prinz Philipp geboren wurden, vom Wetter her eher durchwachsen. Während das englische Königshaus fast 100 Jahre später den Tod von Prinz Philipp betrauert, gedenkt Deutschland der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus Sophie Scholl und beleuchtet mit zahlreichen Sonderausstellungen und Veranstaltungen das Werk des Krefelder Sozialutopisten Joseph Beuys.

Beuys ist in jedem Fall ein inspirierender Bezugspunkt für seine frühere Schülerin und Mitarbeiterin Shelley Sacks, die anhand seines Konzepts der Sozialen Plastik eine eigenständige künstlerische Praxis entwickelt hat: Jeder Mensch soll sein Handlungspotenzial mithilfe der eigenen Vorstellungskraft entwickeln.

Im Jahr 1921 ist das deutsche Kaiserreich seit fast drei Jahren Geschichte. Doch seit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 hat das Wilhelminische Zeitalter, dessen Namenspatron Kaiser Wilhelm II. eng mit dem britischen Königshaus verwandt war, zahlreiche verschiedene Deutungen durchlaufen, die eine wissenschaftliche Tagung und die dazugehörige Publikation kritisch erörtern.

1921 experimentiert Marcel Breuer am Bauhaus mit seinen ersten avantgardistischen Möbelentwürfen aus Holz. Der Architekt, der in Deutschland vor allem als Designer von Stahlrohrmöbeln bekannt ist, hat in Wiesbaden sein einziges Wohnhaus in Deutschland gebaut, und das gleich doppelt. Eine neue Publikation widmet sich hauptsächlich dem Nachkriegsbau Haus Harnischmacher II.

Wie aus einer anderen Welt wirken im Zeitalter der Fotografie, des Films und der neuen Medien die Objekte in der Ausstellung Klein. Intim. Kostbar. Porträtminiaturen europäischer Herrscherhäuser im Museum Schloss Fasanerie bei Fulda. Dort sehen wir in den faszinierenden kleinen Porträts bildhafte Zeichen, die als Versicherungen der wechselseiteigen Liebe oder politischer Loyalität gehandhabt wurden. Die Kulturgeschichte und Schönheit dieser kaum mehr bekannten Form der Porträtkunst ist, wenn die gegebenen Umstände es zulassen, einen Ausstellungsbesuch wert.

Heute, im Jahr 2021, berichtet unsere Stipendiatin Giulietta Ockenfuß im Interview mit der Kuratorin und Kritikerin Ania
Czerlitzki­ von ihrer gemeinsamen Arbeit mit der Filmemacherin Catherina Cramer in Mexiko.

Anregende Lektüre und einen wunderbaren Sommer
wünscht Ihnen

Eva Claudia Scholtz
Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung

exhibitions

18. 11. 2021 – 
24. 10. 2021
Antonia Hirsch und andere, Back to future, Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main
19. 06. 2021 – 
21. 11. 2021
Zuzanna Czebatul, The Happy Deppy Ecstasy Institute, Kunstpalais Erlangen, Marktplatz 1, 91054 Erlangen
02. 06. 2021 – 
01. 08. 2021
Lea Letzel und andere, we can be heroes: eine oper in 8 räumen, Basis, Gutleutstraße 8–12, 60329 Frankfurt am Main
01. 06. 2021 – 
05. 09. 2021
Max Brück und andere, And This is Us 2021 – Junge Kunst aus Frankfurt, Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main
29. 05. 2021 – 
05. 09. 2021
Grace Schwindt und andere, Breaking the Mold: Sculpture by women since 1945, Yorkshire Sculpture Park, West Bretton, WF4 4LG Wakefield
19. 05. 2021 – 
21. 08. 2021
Mario Pfeifer und andere, Zeitumstellung: Werke aus dem Kunstarchiv Beeskow im Dialog mit zeitgenössischen Positionen, Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin
02. 05. 2021 – 
29. 08. 2021
Zuzanna Czebatul, Mario Pfeifer und andere, Der Katalysator: Joseph Beuys und Demokratie heute, Museum Morsbroich, Gustav-Heinemann-Straße 80, 51377 Leverkusen
01. 04. 2021 – 
21. 09. 2021
Haegue Yang, Strange Attractors, Tate St Ives, Porthmeor Beach, St Ives, Cornwall TR26 1TG

maecenas

The Hessische Kulturstiftung puts out a quarterly magazine entitled maecenas, containing information on current exhibitions and publications by its grant recipients as well as on exhibitions and purchases supported by the Kulturstiftung.

The magazines are only available in german language.









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    I understand that I can revoke my consent at any time, but not retroactively. Consent can be revoked by sending an e-mail to: info@hkst.de or by writing by post to: Hessische Kulturstiftung, Luisenstraße 3 (Hinterhaus), 65185 Wiesbaden, Germany. The Privacy Policy of the Hessische Kulturstiftung applies, which also contains further information about options for authorizing the use of my data and deleting and blocking my data.





    Die Hessische Kulturstiftung begrüßt die Stipendiaten des Turnus 2019/20. 
    Die Hessische Kulturstiftung hat an vierzehn Künstlerinnen und Künstler Stipendien für freie Reisevorhaben und einjährige Aufenthalte in den stiftungseigen Atelier in London, New York und Paris vergeben.

    stehend: Deniz Eroglu (Reisestipendium Georgien, Kasachstan, Usbekistan u.a.), Jan Schmidt (Reisestipendium Montevideo), Charlotte Malcolm-Smith (Atelierstipendium London), Julian Irlinger (Culver City, Kalifornien), Christin Berg (Atelierstipendium Paris), Marcello Spada (Reisestipendium Afrika, Indonesien, Niederlande u.a.), Bianca Baldi (Reisestipendium Marseille, Addis Abeba), Stefan Cantante (Atelierstipendium London), hockend: Giulietta Ockenfuß (Reisestipendium Mexiko), Zuzanna Czebatul (Reisestipendium New York), Raul Walch (Reisestipendium Namibia), Julia Haller (Atelierstipendium New York) / [Auf dem Foto fehlen: Felix Breidenbach (Atelierstipendium New York) und Elif Erkan (Atelierstipendium Paris)]