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Sarah Ortmeyer

Geboren 1980

travel scholarship der Hessischen Kulturstiftung 2011/2012:
New York, Reykjavik

Schach, das Königsspiel, wird rund um den Globus gespielt und ist selbst für Zuschauer, wenn es zum Beispiel um Weltklasseturniere geht, so aufregend wie Boxen oder Fußball auf hohem Niveau. Legendär ist das als Match des Jahrhunderts bezeichnete Spiel um die Weltmeisterschaft von Bobby Fischer und Boris Spasski 1972. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wurde die Partie, die der damals noch amerikanische Staatsbürger Fischer gegen den russischen Titelverteidiger gewann, zu einer Auseinandersetzung der politischen Systeme stilisiert.

Mit den gesellschaftlichen, den sportinternen und künstlerischen Kontexten des Schachspiels hat sich Sarah Ortmeyer, Städelschulabsolventin und Meisterschülerin bei Prof. Simon Starling, eingehend befasst. Sie hat mehrere Monate in den schach-affinen Städten New York City und Reykjavik recherchiert, viele Kontakte geknüpft und dabei interessante Menschen getroffen: zum Beispiel die Fluxus-Ikone Takako Saito, die für ihre dadaistischen Schachspiel-Multiples berühmt ist. Die heute über 80-jährige, sehr lebendige Künstlerin besitzt eine grandiose Sammlung an Schachbrettern und hat unserer Stipendiatin auch noch einige bisher nicht publizierte Werke zeigen können.

2013 hat Ortmeyer die Ergebnisse ihrer Schach-Recherche in dem Katalog Grandmasters World Champions in Verbindung mit einer Ausstellung im Haus Wittgenstein, Wien, vorgestellt.

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