© Anne Speier
Anne Speier: french restaurant, 2017 ©
© Anne Speier
Anne Speier: french restaurant, 2017 ©

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Anne Speier

Geboren 1977

travel scholarship der Hessischen Kulturstiftung 2015/2016:
Indonesien/Frankreich

Die Visualität von Mahlzeiten, das Ma­lerische an Speisen – Gewürze und alle anderen Zutaten in ihren sinnlichen Sen­sationen zu erfassen – ist ja schon sprichwörtlich geworden: Das Auge isst mit. Kochen und Kunst haben vieles gemeinsam; Anne Speier, die an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und an der Frankfurter Städelschule Bühnenbild und Malerei studiert hat, legt in ihren Collagen, Malerei und Skulpturen, kreative Spuren zwischen Küche und Handwerk, zwischen Kochen und Kunstschaffen.

Ihr Reisestipendium hat sie zu sehr unterschiedlichen Küchen- und Kulturzonen geführt, nach Indonesien und Frankreich. Im südlichen Sumatra, in Ost-, West- und Zentral-Java sowie auf Bali hat Speier regionale indisch-indonesische Küchen recherchiert, in denen Gewürze häufig die Basis für die Komposition von Gerichten bilden – in großer Vielfalt Formen, Farben, Gerüche und Geschmacksrichtungen mit feinen Nuancen, allein beim Chili zum Beispiel, und in zahllosen Verwendungsmöglichkeiten. Auf dieser Reise ist Anne Speier auch auf die Batik gestoßen, ein Textilfärbeverfahren, das in Indonesien seinen Ursprung hat.

Im kulinarischen Culture-Clash folgte die Reise nach Frankreich, angefangen bei Paul Bocuse in Lyon, von dort in den Süden ans Mittelmeer, durch die Pyrenäen, längst der Atlantikküste nach Norden, in die Dordogne und schließlich nach Paris. Unterwegs mit dem Gault Milliau und Michelin hat Speier Restaurants, Märkte, Bauernhöfe, Erzeuger und Spezialitätenhersteller besucht, fotografiert und gezeichnet.

Das umfangreiche, auf ihren Reisen gesammelte Material wird Anne Speier in neuen Arbeiten verwenden, erste Eindrücke davon waren 2017 in ihren Ausstellungen bei der Galerie MeyerKainer und im Museum für Moderne Kunst in Wien zu sehen.

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