Installationsansichten Zollamt MMK Museum für Moderne Kunst: Videostill, Courtesy Galerie­ Cinzia Friedlaender Berlin, Fotos: Axel Schneider und Jeronimo Voss
Jeronimo Voss: Phantasmagorical Horizon, 2013 ©
Installationsansicht, MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main 2013, Fotos: Axel Schneider und Jeronimo Voss
Jeronimo Voss: Phantasmagorical Horizon, 2013 ©
Installationsansichten Zollamt MMK Museum für Moderne Kunst: Full-Dome-Projektion, Courtesy Galerie­ Cinzia Friedlaender Berlin, Fotos: Axel Schneider und Jeronimo Voss
Jeronimo Voss: Die Ewigkeit durch die Sterne, 2012/13 ©
Installationsansicht, MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main 2013, Fotos: Axel Schneider und Jeronimo Voss
Jeronimo Voss: Phantasmagorical Horizon, 2013 ©
Installationsansichten Zollamt MMK Museum für Moderne Kunst:Courtesy Galerie­ Cinzia Friedlaender Berlin, Fotos: Axel Schneider und Jeronimo Voss
Jeronimo Voss: Phantascope (In Dependent Gravity), 2013 ©
Fotos: Axel Schneider und Jeronimo Voss
Jeronimo Voss: Phantasmagorical Horizon, 2013 ©

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Jeronimo Voss

Geboren 1981

travel scholarship der Hessischen Kulturstiftung 2013/2014:
Paris, London, Berlin, Moskau, New York

Medien- und Bildtechnikgeschichte beschäftigen den in Frankfurt am Main lebenden Künstler schon lange; Jeronimo Voss hat nach Abschluss seines Studiums an der Hochschule für Bildende Kunst – Städelschule 2009 mehrere große Arbeiten aus dem Bereich von Lichtbildprojektionen historischer visueller Apparate vorgelegt. Der derzeit älteste Projektor, eine Laterna Magica aus dem Jahr 1671, aus dem Bestand des Astronomisch-Physikalischen Kabinetts in Kassel stand im Zentrum seines Beitrages Die Ewigkeit durch die Sterne (2012/2013) zur documenta 13, in dem er Laterna Magica-Glasbilder von astronomischen Revolutionen, Rotationen und Umlaufbahnen mit einem Text des Revolutionärs und Theoretikers der Pariser Commune, Louis-Auguste Blanqui, von 1871 in Beziehung brachte.

Ausgehend von der historischen Projektionstechnik wendet Voss den Begriff der Phantasmagorie auf aktuelle Bildproduktionen an. Mit dem Stipendium der Hessischen Kulturstiftung hat er die Verbreitung der ursprünglich nach der Französischen Revolution in Paris aufgekommenen Schaustellerattraktion in Archiven und bereits vorliegenden Forschungen untersucht: „Die Beschäftigung mit der Geschichte der Phantasmagorie veränderte für mich nicht nur mein Verständnis von Kunst und dem, was in Ausstellungen passiert. Die Phantasmagorie geht heute weit über die Formen hinaus, die sie nach der Französischen Revolution als Schaustellerei hervorgebracht hat. Sie ist nicht mehr nur eine räumliche Installation oder Bühnenshow. Mittlerweile strukturiert diese Wahrnehmungsform unseren Alltag. Karl Marx etwa schreibt in Das Kapital über die „phantasmagorische Form eines Verhältnisses von Dingen“. Dadurch, dass die Phantasmagorie Teil unserer alltäglichen Realität wurde, ist sie für mich auch eine Methode, die den Ausstellungsraum mit der Außenwelt verbindet.“

2014 ist dazu das Künstlerbuch Phantasmagorical Horizon im Revolver Verlag, Berlin, erschienen.

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