Juliane von Hertz: Installations­ansichten, 2010
Projekt rossmarkt³: Frankfurt am Main, Rossmarkt
Projekt rossmarkt³: Frankfurt am Main, Rossmarkt Juliane von Hertz: Installations­ansichten, 2010 ©

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Die Gestaltung des öffentlichen, für alle frei zugänglichen Raumes ist ja durchaus keine Aufgabe, die erst in der jüngsten Zeit auf die Zivilgesellschaft zugekommen ist. Identitäts- und Gemeinschaft stiftende Aufenthaltsorte mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten sind Kulturen übergreifend seit Jahrhunderten gebräuchlich, die Beteiligung von Bürgern an deren Ausgestaltung gehört zu den Grundrechten der demokratischen Theorie.

Derlei Mitbestimmung einzuüben, ist das Ziel eines Projektes der Frankfurter Kuratorin Juliane von Hertz in Zusammenarbeit mit der Kommune und unter anderem der Hessischen Kulturstiftung: Schülerinnen und Schüler als Repräsentanten der Bürgerschaft waren eingeladen, das Ensemble Roßmarkt, Goethe- und Rathenauplatz in der Innenstadt zu begutachten und Ideen für ein zeitgenössisches Kunstwerk an diesem Ort zu entwickeln. Das neu gestaltete Platzensemble wurde vor drei Jahren der Öffentlichkeit übergeben und blieb dennoch in der Wahrnehmung der Passanten „leblos“, eine „graue Steinwüste“, wie die Recherchen der Jugendlichen ergaben.

In verschiedenen Workshops zusammen mit Experten aus Kunst, Stadtplanung, Architektur und Geschichtswissenschaften erstellten die Frankfurter Schüler eine historische Studie über den traditionsreichen Roßmarkt und wählten und beauftragten schließlich den in Frankfurt lebenden Künstler Tomás Saraceno mit einer künstlerischen Arbeit. Seine Installation Cloud Cities/Air-Port-City ist noch bis Ende April vor Ort zu sehen. Es ist geplant, das partizipatorische Projekt mit neuen Teilnehmern fortzuführen.

  • Projekt Rossmarkt³
  • Tomás Saraceno
  • Cloud Cities/Air-Port-City
  • www.rossmarkthoch3.com
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