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(v.l.n.r.) J. M. Olbrich, Koloman Moser, Gustav Klimt im Garten von Fritz Waerndorfer in Wien, Fotografie um 1898 ©
Foto: Rühl und Bohrmann
J. M. Olbrich: Hochzeitsturm, 1908 ©
Lithografie, 82,5 × 50 cm, Foto: Institut Mathildenhöhe Darmstadt
J. M. Olbrich: Plakat für die Ausstellung der Künstlerkolonie, 1901 ©

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neu erforscht

Anlässlich des 100. Todesjahres des Künstler-Architekten Joseph Maria Olbrich (1867 – 1908) veranstaltete das Institut Mathildenhöhe 2008 in Darmstadt ein wissenschaftliches Symposium. Zur Debatte stand sein komplexes Gesamtwerk, das prominente Bau­werke ebenso umfasst wie Innenausstattungen, Gartengestaltungen, Kunsthandwerk und industrielles Design.

Olbrich, der gebürtige Österreicher lebte ab 1900 in Deutschland, gilt als eine der zentralen Persönlichkeiten der Lebensreform-Bewegung um 1900. Seine stilprägenden Architektur­ensemb­les reichen von Repräsentationsbauten, beispielsweise in Darmstadt und Wien, über den Siedlungswohnungsbau bis zu ­infra­strukturellen Bauaufgaben wie Bahnhöfe, Hallenbäder, Hotels und Warenhäuser. Eingebettet in die Idee des Gesamtkunstwerks entwarf Olbrich bis ins kleinste Detail gestaltete Innen- und Umfeldräume – eine bewusste Ästhetisierung des Alltags, die noch für die folgenden Architekten der Moderne Bezugspunkte lieferten. Die Forschungsergebnisse des Symposiums fließen ebenso wie neue Funde aus Olbrichs Arbeitsprozessen in die vor Kurzem in Darmstadt eröffnete umfassende Retrospektive und die begleitende Katalog­monografie ein.

Die in Kooperation mit dem Wiener Leopold-Museum erarbei­te­te Ausstellung wird an den beiden Hauptwirkungsstätten ­Ol­brichs gezeigt: Sie wird im Anschluss nach Wien wandern.

  • Joseph Maria Olbrich 1867–1908
  • Architekt und Gestalter der frühen Moderne
  • Bis 24. Mai 2010
  • Institut Mathildenhöhe
  • Olbrichweg 13
  • 64287 Darmstadt
  • Telefon 06151 / 13 27 78
  • Öffnungszeiten Di – So 10 – 18 Uhr
  • www.mathildenhoehe.info
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