Linolschnitt auf Papier, 38,5 × 38 cm, Weltkulturen Museum, Foto: Wolfgang­ Günzel
Joseph Madisia: The Beggar’s­ Prayer, 1984 ©

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reflektiert

Das Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main beschäftigt sich in der laufenden Sonderausstellung A LABOUR OF LOVE mit älteren Sammlungsbeständen. Bereits seit den 1970er Jahren erwirbt das Haus parallel zur ethnografischen Sammlung zeitgenössische Kunstwerke vorwiegend von afrikanischen Künstlern. Der meist in größeren Konvoluten mit Schwerpunktsetzungen auf künstlerische Zentren u. a. in Kenia, Namibia, Nigeria, Uganda und Südafrika systematisch erweiterte Bestand umfasst heute rund 3000 Arbeiten, darunter zahlreiche Frühwerke von gegenwärtigen Stars der afrikanischen Kunstszene. International renommierte Künstler wie Peter Clarke, Lionel Davis, David Koloane und Azaria Mbatha gehören dazu.

Begleitet von einem Forschungsprojekt zur afrikanischen Kunstgeschichte und ästhetischen Praxis fokussiert die Ausstellung auf rund 600 Werke aus Südafrika, die das Weltkulturen Museum 1986 ankaufte. Die daraus ausgewählten Drucke, Grafiken und Gemälde thematisieren unterschiedliche Lesarten der Liebe, im politischen Kontext der Apartheit, die in den 1980er Jahren zu gewalttätigen Auseinandersetzungen der Black Consciousness-Organisationen mit dem weißen Apartheidsregime eskalierte. Der Bestand wurde im Rahmen des museumseigenen Residenz-Programms von der Künstlerin und Kuratorin Gabi Ngcobo zusammen mit vier jungen Kunststudenten aus Johannesburg gesichtet und in Form von eigenen Videoarbeiten, Installationen und Drucken reflektiert. Zur Ausstellung ist im Kerber Verlag ein Band mit Essays von Yvette Mutumba, Gabi Ngcobo, Ciraj Rassool, Same Mdluli und Neo Muyanga sowie Interviews unter anderem mit David Koloane, Peter Clarke, Bongi Dhlomo-Mautloa und Lionel Davis erschienen.

  • A Labour of Love
  • Kunst aus Südafrika – Die 80er jetzt
  • Bis 24. Juli 2016
  • Weltkulturen Museum
  • Schaumainkai 29 – 37, Frankfurt am Main
  • Telefon 069 / 21 23 15 10
  • Öffnungszeiten Di, Do – So 11 – 18 Uhr, Mi 11 – 20 Uhr
  • www.weltkulturenmuseum.de
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