Öl / Lwd., 61×50 cm, Musée d´Orsay, Paris, Foto: bpk I RMN I Hervé Lewandowski
Gustave Courbet: L’Homme Blessé, 1844 – 1854 ©
Öl / Lwd., 174 × 200 cm, Petit Palais, Musée des Beaux Arts de la ville de Paris, Foto: © Petit Palais / Roger-Viollet
Gustave Courbet: Les Demoiselles des Bords de la Seine (Été), 1856/7 ©

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traumhaft

Malerei mit großer Strahlkraft in die Kunst- und Kulturgeschichte zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt im kommenden Herbst und Winter. Sie widmet dem französischen Künstler Gustave Courbet (1819 – 1877) eine umfangreiche Ausstellung, die sich vor allem mit Aspekten der Bild/Raum/Betrachter-Positionen im Werk des Malers beschäftigen wird. Courbet gilt als ein gesellschaftspolitisch engagierter Realist, gleichzeitig aber auch als ein Wegbereiter der Introspektion mit dementsprechend neuartigen Sujets.

Die Frankfurter Ausstellung wird anhand von rund 80, zum Teil bisher unbekannten Porträts, Landschaften, Stillleben und Zeichnungen Courbets die psychischen Dimensionen seiner Bilder her­ausarbeiten, die nur auf den ersten Blick im harten Widerspruch zur Faktizität des Realisten stehen. In ihnen kündigt sich das psychoanalytische Zeitalter an; wenig später, um 1900, publizierte Sigmund Freud bereits seine frühen Hauptwerke Die Traumdeutung und Zur Psychopathologie des Alltagslebens.

Courbets mit einem radikalen Perspektivenwechsel verbundene Bilderfindungen machten ihn für nachfolgende Kollegen, von Manet und Cézanne über Picasso, André Masson und Du­champ bis hin zu Gerhard Richter, interessant. Die Ausstellung und das begleitende Katalogbuch, die beide von unserem Beiratsmitglied Prof. Dr. Klaus Herding betreut werden, gehen den bis in die Gegenwart reichenden Qualitäten nach: Analytische Erkenntnisse sind garantiert.

  • Courbet. Ein Traum von der Moderne
  • 15. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011
  • Schirn Kunsthalle Frankfurt
  • Römerberg, Frankfurt am Main
  • Telefon 069 / 29 98 82-0
  • Öffnungszeiten Di, Fr – So 10 – 19 Uhr, Mi, Do 10 – 22 Uhr
  • www.schirn.de
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