Rijksmuseum Amsterdam: Holz, 43,5 × 38 cm
Philips Wouwerman: Der Schimmel, um 1646 ©
Amsterdams Historisch Museum: Graphit, Kreide, Lavierung, 13,5 × 20,1 cm
Philips Wouwerman: Das pissende Pferd, nach 1646 ©

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akribisch

Cowboys, Prinzessinnen, Polo­spie­­­ler, aufgepasst: Es wird richtig schön bunt rund ums Pferd! Die Kasseler Gemäldegalerie Alte Meis­­ter nimmt sich endlich des Tieres an, das in unzähligen Mäd­chen- und Jungenträumen eine prominente Rolle spielt. Je nach Gusto wild oder domestiziert wird das Pferd als kraftvoll, treu und freiheitsliebend, aber auch schon mal als bockig oder gar mit Tod und Teufel im Bunde beschrieben.

Die Vielfalt des ältesten Haustieres in der Menschheitsgeschich­te hat den holländischen Maler Philips Wouwerman so fasziniert, dass er seine Kunst exklusiv darauf ausrichtete. In rund 600 ­Gemälden und einigen wenigen Zeichnungen stellte er Pferde, eingebettet in Schlachten, Jagden, Ställe, Reitschulen, bewaffnete Überfälle etc., aus allen möglichen Perspektiven dar. Wouwermans Bilder sind zweifellos von hervorragender Qualität, elegant und virtuos. Insbesondere sein Spätwerk ab etwa 1650 war an den europäischen Fürstenhöfen schon zu seinen Lebzeiten, ­während des gesamten 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts sehr gesucht. Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel (1682 — 1760), der Begründer der Kasseler Gemäldegalerie, kaufte mehr als 20 Gemälde von Wouwerman, die seinerzeit manchmal höher gehandelt wurden als Werke von Rembrandt oder Vermeer.

In Zusammenarbeit mit dem Mauritshuis, Den Haag, bereitet die Gemäldegalerie Alte Meister die erste monografische Ausstellung des erfolgreichsten Pferdemalers im Goldenen Jahrhundert vor. Beide Häuser greifen dazu auf die gut sortierten eigenen Wou­werman-Bestände zurück. Die Schau wird durch einige Leihgaben ergänzt etwa 45 Gemälde und Zeichnungen vorstellen.

  • Philips Wouwerman (1619 — 1668)
  • Von Pferden und anderen Leidenschaften
  • 1. Juli bis 11. Oktober 2009
  • Museum Schloss Wilhelmshöhe
  • Gemäldegalerie Alte Meister
  • 34131 Kassel
  • Telefon 0561 / 316 80 123
  • Öffnungszeiten Di — So 10 — 17 Uhr
  • www.museum-kassel.de
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