Sign. Hs-13525-1; Brief von Clemens Brentano an Moritz Lieber, Frankfurt am Main, 11. November 1831, Sign. Hs-15954-4
Brief von Friedrich Schlegel an Friedrich von Hardenberg (Novalis), Jena, 26. Mai 1797 ©

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poetisch

Das Freie Deutsche Hochstift (FDH) mit Sitz im Frankfurter Goethe­haus wurde 1859 als gemeinnütziger Verein gegründet, der im Sinn der gescheiterten Revolution von 1848 der Forschung und Volksbildung gewidmet wurde. Als somit eines der ältesten Kulturinstitute Deutschlands besitzt das Haus heute, neben umfangreichen Kunst- und Literaturbeständen, die weltweit größte Handschriftensammlung zur deutschen Romantik.

Zu den Filetstücken der Autographen-Abteilung gehört die so genannte Lieber-Leihgabe, ein Konvolut von 871 Handschriften, das bereits in den 1960er Jahren von den Rechtsnachfolgern des Publizisten und Politikers Moritz Lieber (1790 – 1860) dem FDH als Dauerleihgabe überlassen wurde.

Lieber war Jurist und Publizist, ein engagierter Katholik und politisch im Herzogtum Nassau aktiv. Er hatte als Studienfreund von Johann Friedrich Böhmer und Dorothea Schlegel Kontakt mit Philosophen und Literaten seiner Zeit, korrespondierte u. a. mit Friedrich Schlegel, Clemens Brentano und Joseph Görres. Zu seinem Nachlass gehören etwa 450 Briefe und Manuskripte von und an Moritz Lieber, dazu rund 30 Briefe von Friedrich Schlegel an seinen Freund und Kollegen Novalis sowie 180 Seiten Werk­notizen Schlegels aus den Jahren 1809 bis 1823.

Inhaltlich geht es bei den Korrespondenzen weniger um literarische, als um politische, religiöse und juristische Themen. Die umfangreiche und für die zeitgeschichtliche Forschung bedeutende Leihgabe ist bereits vollständig inventarisiert, gelagert und im Internet recherchierbar. Sie wurde in diesem Jahr u. a. mit einer Förderung der Hessischen Kulturstiftung angekauft und so endgültig für den Bestand des Freien Deutschen Hochstifts gesichert.

  • Sammlung Lieber
  • Freies Deutsches Hochstift
  • Frankfurter Goethe-Haus
  • Großer Hirschgraben 23 – 25
  • 60311 Frankfurt am Main
  • Telefon 069 /1 38 800
  • www.goethehaus-frankfurt.de
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