Privat­besitz
Giorgio Sommer: Makkaroniesser, um 1865 ©
Mathilde Battenberg: Bildnis eines Afrikaners, 1915

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Von einem Leben in sonnigeren Gefilden träumen nordeuropäische Menschen regelmäßig; die meisten geben sich dann aber mit Urlaubsreisen in wärmere Länder zufrieden und kommen zurück, nur wenige realisieren ihre Fantasien von einem besseren Dasein anderswo.

Der Fotograf Giorgio Sommer, 1834 in Frankfurt am Main geboren, hat eine solche Lebens- und Geschäftsidee verwirklicht. Der ausgebildete Kaufmann eröffnete 1857 ein Fotostudio in Neapel und führte sein Geschäft, zeitweise in Kooperation mit dem ebenfalls aus Deutschland stammenden und in Rom ansässigen Edmond Behles, über drei Jahrzehnte mit beträchtlichem Erfolg. Zeitgenössische Statusdokumentationen der archäologischen Grabungen in Pompeji und eine Serie von Aufnahmen des Vesus-Ausbruches im April 1872 gehören zu seinen fotografischen Arbeiten ebenso wie Alltagsszenen aus dem italienischen Süden, die Sommer vor Ort an Touristen verkaufte, aber auch in Sammelbänden in ganz Europa vertrieb.

Auf die Bildproduktionen von reisenden Künstlerinnen und Künstlern aus dem Rhein-Main-Gebiet fokussiert die Ausstellung Faszination Fremde. Bilder aus Europa, dem Orient und der Neuen Welt, die das Museum Giersch derzeit präsentiert. Anhand von vierzig, teils wenig bekannten Positionen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert reflektiert die Schau ein bereits vielbesprochenes Themenfeld, das aber durch den regionalen Kontext und eine differenzierte Bearbeitung aufschlussreiche Facetten dazugewinnt.

  • Faszination Fremde
  • Bilder aus Europa, dem Orient und der Neuen Welt
  • Bis 14. Juli 2013
  • Museum Giersch
  • Schaumainkai 83
  • 60596 Frankfurt am Main
  • Telefon 069 / 63 30 41 28
  • Öffnungszeiten Di – Do 12 – 19 Uhr, Fr – So 10 – 18 Uhr
  • www.museum-giersch.de
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